Seit der Firmengründung 1919 ist die Karl Wenk GmbH kontinuierlich mit gesunder Substanz gewachsen und stetig modernisiert worden.

Geschichte

Unsere Firmengeschichte

Die Geschichte unseres Unternehmens beginnt im Sommer 1919, als Karl Wenk und Eugen Münch eine Werkstatt für die Fertigung von Druckwalzen gründen. Da die Region im Dreiländereck zu dieser Zeit längst eine Hochburg der Textilindustrie ist, die ohne gute Graveure nicht auskommt, floriert das junge Unternehmen von Anfang an und kann seine Lieferungen bald auch aufs Ausland ausweiten.

Wie Not erfinderisch macht: Wirtschaftskrise und 2. Weltkrieg

10 Jahre stetiges Wachstum werden zum Ende der 20-er Jahre jäh beendet, als Wenk wie andere Betriebe die große Wirtschaftskrise empfindlich zu spüren bekommt. Nachdem Eugen Münch 1932 ausgeschieden ist, übernimmt Karl Wenk als alleiniger Inhaber die schwierige Aufgabe, den Betrieb durch die wirtschaftlich immer unsichereren Vorkriegsjahre zu führen.

Ein Blick in alte Firmenbücher zeigt, dass zu dieser Zeit noch 45 Menschen ihren Lohn in der Walzengravieranstalt verdienen. In den folgenden Jahren wird sich die Belegschaft um ein ganzes Drittel reduzieren. Als 1939 alle wehrfähigen Männer eingezogen werden, stehen nur noch 30 Mitarbeiter auf der Lohnliste – ein Jahr später schließlich nur noch ein mageres Dutzend.

Doch die Not des Krieges macht Karl Wenk Senior erfinderisch: Als Kupfer kriegsbedingt knapp wird und das eben erst eingeführte elektrolytische Verfahren zum Verkupfern von Druckwalzen nicht mehr angewendet werden kann, lässt Wenk die Druckwalzen kurzerhand aus Stahl fertigen.

Nachkriegsjahre: Aufschwung durch technische Neuerungen

Erst nach dem Krieg beginnen für die Walzengraveure wieder gute Jahre. Der Nachholbedarf der Textilindustrie ist groß. Endlich gibt es im krisengeplagten Betrieb wieder reichlich Arbeit.

Da Textilhersteller die Gravuren zunehmend auch selbst anfertigen, wird der Markt für  Druckwalzen für die Textilindustrie allerdings immer umkämpfter. 1948 beginnt Karl Wenk Senior daher mit einer Umstellung des Fertigungsprogramms auf Prägewalzen für die Aluminiumindustrie. Verpackungen von Schokolade, Käse, Zigaretten und anderen Produkten erhalten von nun an buchstäblich ihr ganz besonderes Gepräge. Zu immer wichtigeren Umsatzträgern werden außerdem die Druck- und Prägewalzen für die Fußbodenherstellung. Ob es um die Imitation von Holz, Kork oder Granit geht – Wenk bietet nicht nur die Walzen, sondern auch das passende Design.

50-er Jahre: Wirtschaftsboom auch bei Wenk

Die Ausweitung der Produktionsfelder ist so erfolgreich, dass der Betrieb 1950 im großen Stil umgebaut und vergrößert werden kann. Die Belegschaft packt selbst an – auch beim zweiten Umbau 1958, als neben dem aufgestockten alten Fabrikgebäude ein Neubau mit 1200 Quadratmetern Fertigungsfläche entsteht. Endlich reichlich Platz für die neuen Maschinen für Fotogravur, Dreherei und Papierwalzenherstellung!

Prägewalzen spielen neben Druckwalzen fortan eine immer größere Rolle. Rasterwalzen kommen hinzu, außerdem Unionswalzen für die Verpackungs- und Papierindustrie. Mit den Walzen von Wenk wird jetzt nicht mehr nur PVC, Alufolie, Leder und Kunstleder gestaltet, sondern auch Papier und Pappe jedweder Art.

Der wirtschaftliche Erfolg bleibt nicht aus: 1958 wird mit 70 Mitarbeitern erstmals ein Umsatz von mehr als einer Million Mark erwirtschaftet – was heute rund 500.000 Euro entspricht.

Technisch innovative Wege der zweiten und dritten Wenk-Generation

Als 1974 Firmengründer Karl Wenk senior stirbt, muss die 2. Generation mit Charles Bulin, Hans-Günther Röder und Karl Wenk junior eine weitreichende Entscheidung treffen: Aus Kostengründen plant ein Kunde, seine Fußböden als 4-Meter-Ware zu drucken. Um die dafür benötigten riesigen Walzen überhaupt herstellen zu können, muss der Betrieb in der Galvanik und in der elektronischen Gravur erheblich erweitert werden – eine riskante Investition. Sie erweist sich jedoch nicht nur als richtig, sondern auch als äußerst weitsichtig. Denn schon wenig später stellen sämtliche Hersteller von 2- auf 4-Meter-Walzen um.

Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte ist die Anschaffung des elektronischen Bildverarbeitungssystems ATELIER im Jahr 1992. Wenk ist damit das erste Gravur-Unternehmen überhaupt, das Fußbodenmuster mit einem Rapport von über einem Meter mit Hilfe der elektronischen Bildverarbeitung gravurfertig herstellen kann.

Kontinuierlich entwickelt sich die Karl Wenk GmbH weiter, dabei stets an den aktuellen Marktentwicklungen orientiert. Wichtige Anschaffungen in den folgenden Jahren sind eine Drehbank mit einer Spitzendrehweite von 10 Metern und zwei Wax-Jets, die das Produktionsprogramm komplettieren. 1998 kann ein benachbartes Grundstück samt Produktionshalle gekauft werden, die die immer stärker werdende Papierwalzenherstellung aufnimmt.

Die Karl Wenk GmbH heute

In der dritten Generation zeichnen Hans-Günther Röder junior, Alexander Wenk und Marc Bulin für die Geschäftsführung verantwortlich. Marc Bulin ging 2009 in den Ruhestand.

Seit Firmengründung ist die Karl Wenk GmbH kontinuierlich mit gesunder Substanz gewachsen und stetig modernisiert worden. Aus dieser Erfahrung heraus betrachten wir die speziellen handwerklichen Fertigkeiten unserer rund 80 Mitarbeiter auch heute noch als wichtigstes Kapital – denn die nach wie vor dringend benötigte Handwerkskunst ist ein rares Gut, das nur reifen kann, wenn der reiche Wissensschatz von Generation zu Generation weiter gereicht und ständig weiter entwickelt wird.